Die Muromachi-Zeit ist ein Abschnitt der japanischen Geschichte, der als ein Zeitalter der Kriege in die Geschichte einging. Sie wird auch die Ashikaga-Zeit genannt und dauerte von 1333 bis 1587. Die Bezeichnung „Ashikaga“ geht zurück auf die Familie der Ashikaga, welche während dieser gesamten Epoche den Shogun, das heißt, den militärischen Oberbefehlshaber und praktischen Regenten von ganz Japan, stellte.

Ashikaga Takauchi
 
Ashikaga Takauchi (1305 - 1358),
der Begründer des
Ashikaga-Shogunats
 

Die Muromachi-Zeit begann, als Ashikaga Takauji 1333 die Regentschaft der Familie der Hojo stürzte. Er nahm deren Hauptstadt Kamakura ein und legte sie in Schutt und Asche. Nachdem er den Clan der Hojo völlig ausgelöscht hatte, ließ sich Ashikaga Takauji vom Kaiser (der faktisch machtlos war) zum Shogun ernennen. Ashikaga Yoshimitsu, der dritte und zugleich fähigste Shogun dieser Familie, verlegte schließlich seine Residenz nach Kyoto in das dortige Muromachi-Viertel. Muromachi heißt übersetzt soviel wie Keller- oder Treibhausviertel. Man sollte dies aber nicht zu wörtlich nehmen, denn der Shogun wohnte sicher nicht im Keller. Unter der Herrschaft der Ashikaga entwickelten sich Kunst und Kultur in einem hohen Maße. So entstanden unter dem Einfluss des sich immer mehr verbreitenden Zen-Buddhismus die Kunst des Blumensteckens (Ikebana) sowie die Teezeremonie (Cha-no-yu). Auch Gemälde, Zeichnungen, Gärten und Bauwerke aus dieser Zeit sind stark vom Zen-Buddhismus geprägt. Der Goldene und der Silberne Pavillon in Kyoto (Kinkakuji – erbaut 1397 und Ginkakuji – erbaut 1480) zeugen heute noch davon. Sie gelten als die schönsten architektonischen Denkmäler der Muromachi-Zeit. Aber auch auf wirtschaftlichem Gebiet wirkte sich die Herrschaft der Ashikaga positiv auf das Land aus. In der Landwirtschaft wurden neue Feldfrüchte und neue Methoden der Bewässerung eingeführt, und die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zu China wurden ausgebaut. Durch die Einführung einer Geldwirtschaft und dem Entstehen erster Handwerkerzünfte entwickelten sich auch die Produktivität und der Handel.

 Ashikaga Takauchi (1305 - 1358), der Begründer des Ashikaga-Shogunats
Ashikaga Takauchi (1305 - 1358),
der Begründer des
Ashikaga-Shogunats

Mit der Ermordung von Ashikaga Yoshinori, dem 6. Shogun, im Jahre 1441 begann der Niedergang des Ashikaga-Shogunats. Die Provinzfürsten (Daimyo) lehnten sich gegen den nächsten Shogun auf und fingen an, ihre Ländereien durch Eroberungszüge zu vergrößern. Diese Entwicklung führte zu den �Onin-Kriegen� von 1467 bis 1477, in denen die bedeutenden Samurai-Clans mal auf dieser, mal auf jener Seite mit- und gegeneinander kämpften. Zu diesen Clans gehörten u.a. die Familien Tokugawa, Akechi, Oda, Uesugi und Takeda. Von 1478 an versank ganz Japan in Bürgerkrieg und Chaos. Verrat an den Verbündeten und an den eigenen Daimyo wurde immer häufiger, bis von rund 260 Daimyo aus vornehmen Samurai-Geschlechtern im Jahre 1577 nur noch etwa ein Dutzend übrig waren. Dieses Jahrhundert wird in den Chroniken als Sengoku Jidai (Zeit der kämpfenden Lande) bezeichnet. Die Muromachi-Epoche endete 1587, als Oda Nobunaga in Kyoto einmarschierte und die Ashikaga endgültig aus dem Amt vertrieb. Zu den bedeutendsten Fürsten der Muromachi-Epoche zählt man heute u.a. Takeda Shingen, Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi, Uesugi Kenshin, Mori Motonari, Date Masamune, Tokugawa Ieyasu, Otomo Sorin und Shimazu Yoshihisa.

 

Mit der Ermordung von Ashikaga Yoshinori, dem 6. Shogun, im Jahre 1441 begann der Niedergang des Ashikaga-Shogunats. Die Provinzfürsten (Daimyo) lehnten sich gegen den nächsten Shogun auf und fingen an, ihre Ländereien durch Eroberungszüge zu vergrößern. Diese Entwicklung führte zu den "Onin-Kriegen" von 1467 bis 1477, in denen die bedeutenden Samurai-Clans mal auf dieser, mal auf jener Seite mit- und gegeneinander kämpften. Zu diesen Clans gehörten u.a. die Familien Tokugawa, Akechi, Oda, Uesugi und Takeda. Von 1478 an versank ganz Japan in Bürgerkrieg und Chaos. Verrat an den Verbündeten und an den eigenen Daimyo wurde immer häufiger, bis von rund 260 Daimyo aus vornehmen Samurai-Geschlechtern im Jahre 1577 nur noch etwa ein Dutzend übrig waren. Dieses Jahrhundert wird in den Chroniken als Sengoku Jidai (Zeit der kämpfenden Lande) bezeichnet. Die Muromachi-Epoche endete 1587, als Oda Nobunaga in Kyoto einmarschierte und die Ashikaga endgültig aus dem Amt vertrieb. Zu den bedeutendsten Fürsten der Muromachi-Epoche zählt man heute u.a. Takeda Shingen, Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi, Uesugi Kenshin, Mori Motonari, Date Masamune, Tokugawa Ieyasu, Otomo Sorin und Shimazu Yoshihisa.